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AKTUELLES

CORONA-Krise in Indien

Die Zeiten ändern sich. Der Bedarf an Bildung bleibt

Ein Bericht von Norbert Scheiwe und Michael Siebert für die Badische Zeitung

LUCY ist ein privates gemeinnütziges Hilfswerk mit Sitz in Oberrimsingen und fördert seit mehr als 25 Jahren die Bildung von Mädchen und Frauen in Indien. Kooperationspartner des Hilfswerkes sind die 5 indischen Provinzen der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz (Holy Cross Sisters) bei uns in der Region als „Hegner Schwestern“ bekannt.

Die geförderten Bildungs-Projekte sind über ganz Indien verteilt und haben ein jährliches Fördervolumen von ca. 60.000 €. Für das Hilfswerk sind jährliche Projektreisen von zentraler Bedeutung. Der persönliche Kontakt zu den Schwestern und den Menschen vor Ort ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Hilfswerkes. Nicht aus Gründen der Kontrolle sondern vielmehr aus Solidarität und Respekt für die Arbeit der Schwestern. Die diesjährige Projektreise fand vom 11. Bis 31. Januar statt. Erstes Ziel der Reise war Bangalore, die IT Metropole im Süden Indiens.

Eines der LUCY Hilfswerk Projekte befindet sich etwas außerhalb von Bangalore. Dort werden Mädchen von der Straße aufgenommen, die von der Familie verstoßen wurden weil sie Mädchen sind. Man mag sich nicht vorstellen, was diese Mädchen zwischen 5 und 13 Jahren auf der Straße alles erlebt haben. Hochtraumatisiert werden sie von der Polizei zu den Schwestern gebracht und bekommen dann zum ersten Mal in ihrem jungen Leben die Chance auf ein zu Hause, Gesundheit und Bildung.

Eines der Mädchen erzählte, das sie während der Weihnachtszeit mit ansehen musste, wie sich ihr Vater vor ihren Augen das Leben nahm.
Zwar werden die Mädchen von den Schwestern professionell und liebevoll betreut, dennoch kommen auch die als Erzieherinnen und Sozialarbeiter ausgebildeten Schwestern und Betreuerinnen an ihre fachlichen Grenzen. Traumarbeit gehört auch in unserem westlichen Ausbildungssystem nicht zu den Standardkompetenzen während der Ausbildung.

Das LUCY Hilfswerk möchte deshalb ein neues Projekt initiieren, das dem betreuenden Personal in Workshops traumapsychologisches Handwerkzeug vermitteln möchte. Dazu sollen Traumapsychologen aus Deutschland zunächst am Standort in Bangalore ihr Wissen an die Schwestern vermitteln. Später ist angedacht dieses Konzept auf die weiteren Provinzen auszuweiten.

Das Förderspektrum des LUCY Hilfswerkes umfasst ausschliesslich bildungsrelevante Projekte, wie z.B. vorschulische Bildung, Bildung für Kinder mit Handycap, Strassenkinderprojekte, AIDS Prävention und schulische Ausbildung für infizierte Kinder.

Eines der neueren Projekte ist die Gründung einer universitären Struktur, in der zunächst der Fachbereich „Social Work“ als Bachelor und Masterstudiengang angeboten wird. Bisher konnten 47 Studentinnen dieses Angebot wahrnehmen. Eine Erweiterung mit anderen akademischen Inhalten kann darauf aufgebaut werden. Ziel dieser Struktur ist nicht zuletzt die universitäre Bildung von Mädchen und Frauen der unteren Kasten, denen der Zugang zu Bildung oftmals verwehrt bleibt.

Die Schwestern arbeiten in den Bereichen soziale Arbeit, Kranken- und Altenpflege und als Lehrerinnen und können regional sehr unterschiedlich mit den Regierungsbehörden kooperieren. Die politische Situation in Indien ist derzeit sehr angespannt, da die nationalhinduistische Regierungspartei von Premierminister Modi sich zum Ziel gesetzt hat, Indien in einen rein hinduistischen Staat umzuwandeln. Das heißt auch für die Schwestern in vielen Bereichen - regional mit unterschiedlicher Ausprägung - in Ihrer Arbeit restriktiv eingeschränkt zu werden.

Die Einschränkungen bekam auch die Reisegruppe zu spüren.
So war es zum ersten Mal in der über 25jährigen Geschichte der Projektreisen nicht möglich die Zentralprovinz in Hazaribagh im Bundesstaat Jharkand besuchen zu können.
Die Schwestern konnten die Sicherheit der Gruppe nicht garantieren und haben zudem Repressalien zu befürchten, die durch die hinduistische Regierung mittlerweile größere Dimensionen angenommen haben. Ständige und beliebige Kontrollen erschweren die Arbeit an den Schulen, Krankenhäusern und in den weiteren Arbeitsfeldern der Schwestern, die auf hohem professionellem Niveau letztendlich auch den indischen Staat entlasten. Ihre Arbeit verbessert die Lebenssituation besonders der armen Bevölkerung, stärkt die Rechte der Frauen und Mädchen und kümmert sich um die Menschen, die keine Chance auf ein gleichwertiges Leben als Mitglied der indischen Gesellschaft führen können. Das betrifft u. a. die vom AIDS-Virus betroffenen, die Armen, die Alten und die Urbevölkerung.

In der Region Hazaribagh gründete Sister Britto vor ca. 10 Jahren ein Projekt, das von AIDS betroffene Jungen und Mädchen eine neue Heimat mit neuen Perspektiven, Bildung und medizinischer Versorgung ermöglicht. Die über 120 Kinder und Jugendlichen werden in einer eigenen Schule mit Hostal und Ausbildungswerkstätten unterrichtet und betreut, weil das öffentliche Schulsystem sie als vom AIDS-Virus Betroffene von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschliesst. Auch dieses Projekt wird vom LUCY Hilfswerk seit vielen Jahren unterstützt.

Eine neue Herausforderung bildet die derzeitige Corona-Pandemie, die sich auch in Indien rasant ausbreitet. Ganz aktuell erhielten die Verantwortlichen des Hilfswerkes mehrere Hilferufe der Schwestern mit der Bitte mitzuhelfen, besonders die Versorgung der Kinder mit Grundnahrungsmitteln zu gewährleisten.

Viele der geförderten Kinder und deren Familien gehören zu den ärmsten Bevölkerungs-gruppen und haben momentan keine Chance, die Existenz der Familie auch nur kurzzeitig zu sichern. Es geht in vielen Millionen Einzelschicksalen um das pure Überleben.

Viele Menschen haben keine Angst vor dem Virus, sondern befürchten eher zu verhungern. Eine erste kleine Spendensumme konnten die Verantwortlichen bereits nach Indien transferieren um in der Region Hazaribagh die ärgste Not zu lindern.

Das LUCY Hilfswerk ist gerade jetzt, wie schon damals nach dem Tsunami, verstärkt auf Spenden angewiesen.

Wer das Hilfswerk unterstützen möchte, kann dieses gerne HIER mit dem Stichwort "Coronahilfe" tun.

Die Reisegruppe in Delhi
Satgayama Mädchenprojekt
Mädchenprojekt in Bangalore
Asha Deep - Schule für Kinder mit Handycap in Patna
Non Fromal School in Patna

Corona-Krise in Indien: Hilfe für die Ärmsten

Ein Bericht von Norbert Scheiwe, Michael Siebert und Jonas Philipzen für die Regionale Presse

Das LUCY-Hilfswerk ist ein privates gemeinnütziges Hilfswerk mit Sitz in Oberrimsingen (Breisach am Rhein) und fördert seit mehr als 25 Jahren die Bildung von Mädchen und Frauen in Indien. Kooperationspartner des Hilfswerkes sind die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz (Holy-Cross Sisters) bei uns in der Region als „Hegner Schwestern“ bekannt.

Eine neue Herausforderung bildet die derzeitige Corona-Pandemie. Auch wenn die Zahlen aktuell noch vergleichsweise niedrig sind, steht dem dicht besiedelten Land wohl ein Infektions-Tsunami bevor. Die Regierung hat eine Ausgangssperre angeordnet, doch gerade für die Ärmsten der Armen ist die soziale Distanz nicht umsetzbar. Während man sich hier in seine eigenen vier Wände zurückziehen kann, leben in Indien oftmals Großeltern, Eltern und Kinder zusammen in einer einfachen Behausung und teilen sich teilweise ein Bett. Intensive medizinische Versorgung und der Zugang zu Hygieneartikeln sind für einen Großteil der 1,3 Milliarden Menschen nicht gewährleistet.

Erschwerend kommt hinzu, dass Straßenverkäufer, Haushaltshilfen oder Tagelöhner ihrer Tätigkeit nicht mehr nachgehen können und dementsprechend aktuell kein Einkommen haben. Da sie kaum Rücklagen besitzen, wird es schnell in noch einem drastischeren Sinne als für die Menschen in Deutschland existenziell: sie befürchten zu verhungern.

Ganz aktuell erhielten die Verantwortlichen des Hilfswerkes mehrere Hilferufe der Schwestern mit der Bitte mitzuhelfen, besonders die Versorgung der Kinder mit Grundnahrungsmitteln zu gewährleisten. Eine erste kleine Spendensumme konnten die Verantwortlichen von LUCY bereits nach Indien transferieren, um in der Region Hazaribagh die ärgste Not zu lindern. Allerdings wird es ein Marathon werden.

Das LUCY Hilfswerk ist deshalb gerade jetzt verstärkt auf Spenden angewiesen.

Wer das Hilfswerk unterstützen möchte, kann dieses gerne HIER tun. Spenden bitte mit dem Kennwort „Coronahilfe“

Hier finden Sie Termine, Veranstaltungshinweise und aktuelle Informationen.

Wenn Sie als Förderer, Einrichtung, Schule und Firma Interesse an einem LUCY-Vortrag haben, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

Die LUCY-Vorträge sind individuell durchführbar.
Aufgrund der indischen Realitäten gestalten wir unsere Vorträge alterspezifisch.
Kindergartenkinder und Grundschüler erfahren andere Dinge über Indien, wie z.B. 8. Klässler oder z.B. bestimmte Gruppen, die LUCY Projekte fördern.

Egal ob in Schulen, Vereinen, Gemeinden oder Firmen:
Die Vorträge werden mit Beamer in Form einer individuell angepassten Powerpoint-Präsentation gehalten. (Beispiel LUCY-Präsentation an der Neunlindenschule Ihringen mit 5. Klässlern)

Es gibt zudem immer einen Tisch mit indischen Devotionalien... das gibt ein gewissen Indien-Flair und besonders Kinder finden es immer toll, wenn man "echte Sachen aus Indien" zum sehen und anfassen bekommt.

  • INFOBRIEF 1-2020

    Der aktuelle INFOBRIEF als PDF-Datei

  • LUCY Planungsreise 2019

    Reisebericht über die LUCY Planungsreise, die vom 22.02. bis 08.03. stattfand

  • Im Gespräch mit Schwester Johanna

    Während unseres Besuches in Kottenur, dem Exerzitienhaus der Sisters in Bangalore, hatten wir Gelegenheit mit der 97 jährigen Schwester Johanna zu sprechen...

TERMINE 2020

11.01.2020: INDIEN LUCY Projektreise vom 11.01. - 31.01.2020

20.02.2020: LUCY Vorstandssitzung 18 Uhr im MULTIPLE MIND RAUM

TERMINE 2019

Wir trauern um Sister Clarentia

Sister Clarentia
Sister Clarentia

Sister Clarentia verstarb am 11. Februar 2019. Sie hatte über 50 Jahre in Indien gelebt und gearbeitet.
Während all der Projektreisen des L.U.C.Y. Hilfswerk war Sie in Hazaribagh eine feste und verlässliche Ansprechpartnerin.
Viele Projekte wurden durch sie initiiert und auch der Kontakt nach Deutschland/Schweiz wurde stets gepflegt.

Die letzten Jahre mußte Sie aufgrund einer Erkrankung im Mutterhaus in Ingenbohl/CH verbringen.

Wir werden Sister Clarentia vermissen.

23.11.2019: LUCY Mitgliederversammlung im Casion des Campus Christophorus Jugendwerk / Oberrimsingen. Beginn 17.30 Uhr

LUCY bei der Alphornserenade in Ihringen

LUCY bei der Alphornserenade in Ihringen

Die Lilientaler Alphornbläser
Die Lilientaler Alphornbläser

Am Freitag, dem 08. Februar fand in Ihringen am Kaiserstuhl die 11. Alphornserenade statt. Das L.U.C.Y. Hilfswerk wurde angefragt, ob das Programm des Abends durch einen LUCY Vortrag erweitert werden kann...

Hier der Bericht der BADISCHEN ZEITUNG vom 16.02.2019


IHRINGEN. Traditionell wird in Ihringen mit der Alphornserenade das Ende der Wintersaison eingeläutet. Bald ist es wieder so weit, dass an jedem Montagabend die imposanten Hörner über den Tälern von Ihringens Umgebung erschallen. Dieses Versprechen gaben die vier Lilientaler Alphornbläser bei ihrer 11. Serenade, zu der sie mit dem Ihringer Kultur-Kreisel eingeladen hatten. Mit einem abwechslungsreichen und anspruchsvollem Programm gaben sie den zahlreichen Zuhörern schon einmal einen kleinen Vorgeschmack.

Film über das Lucy-Hilfswerk
Um Schule und die Möglichkeit zu lernen ging es auch im Filmvortrag "Lucy hat viele Schwestern". Der Film behandelt vielfältige Projekte, mit denen sich das Lucy Hilfswerk für Bildung benachteiligter Kinder, Mädchen und junger Frauen in Indien einsetzt.

...ganzen Artikel lesen....

Masterstudiengang SOCIAL WORK

Masterstudiengang SOCIAL WORK in Hazaribagh

MA social work... mehr
MA social work... mehr

Mail von Sister Sudeepa vom 25.09.2018

Dear Mr.Norbert Scheiwe,
Warm greetings from India.Sir, You had asked me some questions regarding the MSW course. At present We have got fifteen (15) students including the 1st year and 2nd year. There are seven students for the 1st year and eight for 2nd year. The exact number of the 1st years I can't say now as we have not yet received the final list from the University regional study Center.
This is the information what we have right now. I will inform you as soon as I get the final one. Out of 15 students they are 9 females and 6 males. Among them 2 are religious sisters.
I am grateful to you for all the efforts you are making to support our students here.
Soon I will be able to send you some photos of the students.

With prayerful wishes
Sr.Sudeepa

Sehr geehrter Herr Norbert Scheiwe

Herzliche Grüße aus Indien. Sir, Sie hatten mir einige Fragen zum MSW-Kurs gestellt. Zurzeit haben wir fünfzehn (15) Studenten, darunter das 1. und 2. Jahr.
Es gibt sieben Schüler für das 1. Jahr und acht für das 2. Jahr. Die genaue Zahl der 1. Jahre kann ich jetzt nicht sagen, da wir noch nicht die endgültige Liste vom universitären Studienzentrum erhalten haben.
Das ist die Information, die wir jetzt haben. Ich werde Sie informieren, sobald ich das Finale bekomme.
Von 15 Schülern sind es 9 Frauen und 6 Männer. Darunter sind 2 Ordensschwestern.

Ich danke Ihnen für all die Anstrengungen, die Sie Unternehmen, um unsere Schüler hier zu unterstützen.
Bald werde ich Ihnen ein paar Fotos von den Schülern schicken können.

Mit Gebetswünschen

SR. Sudeepa

INFOBRIEFE 2018
INFOBRIEF 2-2018 PDF
INFOBRIEF 2-2018 PDF

INFOBRIEF 2-2018

- Projekt „Culture meets Human rigths for Girls an Women“ – „Kultur trifft Menschenrechte für Mädchen und Frauen“
- AIDS Beratung von jungen Schülerinnen und Schülern in Patna
- Masterstudiengang SOCIAL WORK in Hazaribag
- Neue Klassenräume in der St. Robertsschool feierlich eingeweiht
- Der Vorstand stellt sich vor
- Geplante LUCY Projektstrukturreise
- Geplante LUCY-Fördererreise im November 2019
- Flohmarkt im Campus Christophorus Jugendwerk

INFOBRIEF 1-2018 PDF
INFOBRIEF 1-2018 PDF

INFOBRIEF 1-2018

- Berichte über die Projektreise Februar 2018
- Mit Sister Mary James unterwegs
- Sister Britto und die AIDS-Kinder
- Besuch bei Sister Luzia und Sister Edith
- Holi in Delhi
- Infos über Indien aus dem Buch: "Indiens verdrängte Wahrheit"

INFOBRIEFE 2017
INFOBRIEF 2-2017 PDF
INFOBRIEF 2-2017 PDF

INFOBRIEF 2-2017

- Bericht der ECU-Herbstakademie
- Vorstellung von Aktionen, Projekten und Spendern
- Christenverfolgung in Indien
- Neu gestalteter Innenteil - Infoflyer und Formular
- Infos und Termine
- In Indien - Augenblicke von Projektteilnehmenden

INFOBRIEF 1-2017

Es gibt ihn immer noch als gedruckte Version, die auf dem Postweg zu Ihnen kommt. Mittlerweile können wir auch die digitale Version als PDF-Datei zum downloaden oder onlinelesen anbieten.

Um Druckkosten zu sparen wäre es schön, wenn viele INFOBRIEF Interessierte sich für die digitale Version entscheiden würden.
Hier auf der Homepage und analog im gedruckten INFOBRIEF finden Sie ein Formular mit den Auswahlmöglichkeiten.

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